Ursachen und Risikofaktoren

Einige Erkrankungen des Magens erhöhen das Risiko für die Entstehung von Magenkrebs. Dazu gehören länger andauernde Entzündungen der Magenschleimhaut (chronische Gastritis) oder ein Magengeschwür (Ulkus). Die meisten Patienten mit diesen Erkrankungen sind mit dem Bakterium Helicobacter pylori infiziert. Es nistet sich dauerhaft in der Magenschleimhaut ein und schädigt sie.1 Die durch das Bakterium entstandene Entzündung kann sich in einem mehrstufigen Prozess zu Magenkrebs entwickeln. Magenkrebs kann aber auch unabhängig von Helicobacter-pylori-Bakterien entstehen. Eine Infektion mit Helicobacter pylori wird inzwischen jedoch als wichtigster Risikofaktor für Magenkrebs angesehen.2

Darüber hinaus können folgende Faktoren die Entstehung von Magenkrebs begünstigen:2

  • Steigendes Lebensalter
  • Blutarmut aufgrund von Vitamin-B12-Mangel (Perniziöse Anämie)
  • Verstärkter Rückfluss von Magensäure in die Speiseröhre (Reflux)
  • Ernährungsgewohnheiten (z.B. sehr geringer Konsum von frischem Obst und Gemüse)
  • Übergewicht
  • Rauchen
  • Erhöhter Alkoholkonsum
  • Familiäre Veranlagung: Insbesondere Verwandte ersten Grades von Patienten mit Magenkrebs haben ein erhöhtes Risiko, selbst zu erkranken
  • Erbliche Erkrankungen: hereditäres diffuses Magenkarzinom , hereditäres nicht-polypöses kolorektales Krebssyndrom (HNPCC, Lynch-Syndrom)
  • Vorangegangene Magenoperationen