DIE ANGEHÖRIGEN

Geteiltes Leid

Die Krebsdiagnose ist nicht nur für den Betroffenen ein Schock, sondern ebenso für sein direktes Umfeld. Angehörige eines Krebspatienten sehen sich gleich dreifach herausgefordert: Sie möchten dem Betroffenen helfen, müssen den Alltag organisieren und dürfen sich dabei selbst nicht aus dem Blick verlieren.

Hilfe für den Betroffenen: Der erste Impuls ist häufig, der Krebserkrankung nicht tatenlos zusehen zu wollen. Wissen kann dann ein Weg aus der Passivität sein: Sich in die Krankheit einzulesen, Fragen zu stellen und Fakten zu sammeln, ist nicht nur eine gute Hilfe für den Betroffenen, sondern gibt das wichtige Gefühl, selbst etwas beizutragen. Wichtig ist aber grundsätzlich, die Bedürfnisse und Wünsche des Patienten zu respektieren. Experten raten zu Offenheit: Helfen kann die schlichte Frage, was der Erkrankte erwartet und was nicht.

Organisation des Alltags: Wenn die Familie sich plötzlich mit vielen Aufgaben konfrontiert sieht, sollte sie andere Menschen gezielt darauf ansprechen, wie sie unterstützen können. Der Nachbar übernimmt vielleicht gerne das Tragen der Getränkekisten, die Arbeitskollegin kennt eine gute Putzhilfe, die Freundin kommt mit bei Behördengängen. Was die engsten Angehörigen aber selbst und möglichst schnell regeln sollten, sind finanzielle Angelegenheiten. Sie werden umso schwieriger, je länger man sie aufschiebt.

Hilfe für sich selbst: Mit der Diagnose tauchen existenzielle Fragen auf, die zu Angst und Stress führen. Jedes Familienmitglied geht dabei anders mit der Angst um. Vielen verschafft Reden Erleichterung, andere ziehen sich lieber für eine Weile zurück, um die Situation zu verarbeiten. Die Hilflosigkeit seines Umfelds ist oft dem Erkrankten selbst nicht klar, wodurch es zu Missverständnissen und Irritationen kommen kann. Es braucht Mut auf beiden Seiten, sich neu aufeinander einzulassen. Wichtig ist, die eigenen Gefühle nicht zu unterdrücken, auch nicht die unangenehmen oder scheinbaren Tabuthemen. Helfen kann, in Angehörigengruppen Menschen mit ähnlichem Schicksal kennenzulernen.

LINK-TIPPS FÜR PATIENTEN

 

Regionale Krebsberatungsstellen helfen bei unterschiedlichsten Fragen. Eine in Ihrer Nähe finden Sie hier: www.krebsinformationsdienst.de/leben/krankheitsverarbeitung/angehoerige.php oder über die Nationale Kontakt- und Informationsstelle von Selbsthilfegruppen: www.nakos.de

Alle Inhalte auf einen Blick

Hier können Sie sich die Originalpublikationen "Ein Team im Kampf gegen Krebs" (2019) und "Mit der eigenen Kraft – neue Wege in der Krebsbehandlung" (2018) aus der Süddeutschen Zeitung herunterladen.

 

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